Chrome: neuen Tab anpassen

Chrome kann beim neuen Tab mehr, als die meisten nutzen: eigenes Hintergrundbild, eigene Verknüpfungen, eigene Farbgebung — alles ohne Zusatzsoftware. Diese Anleitung geht die Bordmittel zuerst durch, weil sie für viele schon reichen.

Danach kommt die ehrliche Grenze: Was Chrome von sich aus nicht kann, und was eine Erweiterung daraus macht. Und zum Schluss der Weg zurück, falls dir die Änderung doch nicht gefällt.

Hintergrund, Verknüpfungen und Farbe ändern

Der schnellste Weg führt über den neuen Tab selbst — dort sitzt unten rechts eine Schaltfläche, die das komplette Anpassungsmenü öffnet.

  1. Einen neuen Tab öffnen (Strg + T, am Mac Cmd + T).
  2. Unten rechts auf „Chrome anpassen" klicken.
  3. Unter „Hintergrund" ein Motiv aus den Sammlungen wählen oder über „Vom Gerät hochladen" ein eigenes Bild einsetzen.
  4. Unter „Verknüpfungen" zwischen „Meine Verknüpfungen" und „Am häufigsten besuchte Websites" wechseln — oder die Verknüpfungen ganz ausblenden.
  5. Unter „Farbe und Design" die Farbgebung festlegen. Sie gilt für den ganzen Browser, nicht nur für den neuen Tab.

Die Auswahl gehört zum Chrome-Profil. Wer mehrere Profile nutzt, richtet jedes einzeln ein — und wer angemeldet ist, nimmt sie auf andere Geräte mit.

Startseiten-Schaltfläche und Startseite festlegen

„Startseite" und „neuer Tab" sind in Chrome zwei verschiedene Dinge, und die Verwechslung ist der häufigste Grund, warum eine Einstellung nicht das tut, was erwartet wurde. Die Startseite ist das Ziel des Haus-Symbols in der Symbolleiste.

  1. Oben rechts das Drei-Punkte-Menü öffnen und „Einstellungen" wählen.
  2. Links auf „Darstellung" wechseln.
  3. Den Schalter „Schaltfläche ‚Startseite‘ anzeigen" einschalten.
  4. Darunter zwischen „Seite ‚Neuer Tab‘" und einer eigenen Adresse wählen und die Adresse eintragen.

Das ändert ausschließlich, wohin das Haus-Symbol führt. Die Seite, die bei Strg + T erscheint, bleibt davon unberührt.

Festlegen, welche Seiten beim Start von Chrome öffnen

Die dritte Stellschraube betrifft den Programmstart — also das, was du siehst, wenn du Chrome frisch öffnest.

  1. Im Drei-Punkte-Menü zu „Einstellungen" gehen.
  2. Links auf „Beim Start" wechseln.
  3. „Bestimmte Seite oder Seiten öffnen" auswählen.
  4. Über „Neue Seite hinzufügen" eine Adresse eintragen — oder „Aktuelle Seiten verwenden" nehmen, um die gerade offenen Tabs zu übernehmen.

Wo Chrome von sich aus aufhört

Mit den drei Menüs oben ist der eingebaute Spielraum ausgeschöpft. Was danach kommt, geht ohne Erweiterung nicht:

  • Keine eigenen Inhalte. Chrome zeigt ein Bild und Verknüpfungen, aber keine Nachrichten, keine Live-Daten, keine themenbezogene Suche.
  • Nur eine einzige Ansicht. Alle Verknüpfungen liegen in derselben Menge — Arbeit, Spiele und Einkauf lassen sich nicht trennen.
  • Keine echten Ordner. Verknüpfungen stehen flach nebeneinander und lassen sich nicht gruppieren.
  • Kaum Platz. Die Zahl der Verknüpfungen ist begrenzt und lässt sich nicht erweitern.
  • Kein Wechsel zwischen Kontexten. Eine zweite, anders eingerichtete Startseite ist nicht vorgesehen.

Wenn dich keiner dieser Punkte stört, bist du hier fertig — dann brauchst du keine Erweiterung.

Den neuen Tab durch eine Erweiterung ersetzen

Erweiterungen dürfen die Seite „Neuer Tab" übernehmen. Chrome behandelt das als bewusste Änderung und fragt einmal nach, bevor sie wirksam wird.

  1. Die gewünschte Erweiterung im Chrome Web Store öffnen und die Berechtigungsliste lesen.
  2. Auf „Hinzufügen" klicken und die Installation bestätigen.
  3. Einen neuen Tab öffnen. Chrome meldet, dass eine Erweiterung diese Seite geändert hat.
  4. Die Änderung bestätigen — bestätigst du nicht, stellt Chrome die eigene Seite wieder her.

Chrome lässt immer nur eine Erweiterung den neuen Tab übernehmen. Ist bereits eine installiert, gewinnt die zuletzt bestätigte; die andere bleibt installiert, sieht den neuen Tab aber nicht mehr.

Acht New-Tab-Erweiterungen im Vergleich

Zurück zum Chrome-Standard

Der Weg zurück ist genauso kurz wie der Weg hin, und es lohnt sich, ihn zu kennen, bevor du die erste Erweiterung installierst.

  1. Das Drei-Punkte-Menü öffnen und zu „Erweiterungen" gehen (alternativ chrome://extensions in die Adressleiste tippen).
  2. Bei der betreffenden Erweiterung den Schalter ausschalten — oder „Entfernen" wählen.
  3. Einen neuen Tab öffnen: Chrome zeigt sofort wieder die eigene Seite.

Zum kurzen Ausprobieren reicht das Ausschalten; deinstallieren musst du nichts. Deine Chrome-eigenen Anpassungen aus dem ersten Abschnitt bleiben dabei erhalten.

Der neue Tab ändert sich nicht — woran es liegt

Vier Ursachen decken fast alle Fälle ab, in denen die Einstellung nicht greift:

  • Eine andere Erweiterung besitzt den neuen Tab bereits. In der Erweiterungs-Übersicht die übrigen Kandidaten abschalten und erneut prüfen.
  • Die Nachfrage wurde nicht bestätigt. Chrome setzt die Seite zurück, wenn die Meldung „Eine Erweiterung hat diese Seite geändert" weggeklickt statt bestätigt wurde.
  • Der Browser wird von einer Organisation verwaltet. Auf Schul- und Firmengeräten kann die Startseite per Richtlinie festgelegt sein; oben in den Einstellungen steht dann ein entsprechender Hinweis.
  • Es ist ein anderes Profil offen. Anpassungen und Erweiterungen gelten pro Profil — im Gäste- oder Zweitprofil sieht der Tab wieder anders aus.

Ausprobieren, ohne etwas zu installieren

Wenn du sehen willst, wie ein inhaltsvoller neuer Tab wirkt, bevor du eine Erweiterung installierst: NX1 läuft dieselbe Oberfläche auch als Web-App im Browser — ohne Konto und ohne Installation. Gefällt sie dir, kannst du sie danach als Erweiterung auf den neuen Tab legen.

Häufige Fragen

Kann ich in Chrome eine eigene Website als neuen Tab festlegen?

Nicht mit Bordmitteln. Chrome lässt dich eine eigene Adresse für die Startseiten-Schaltfläche und für den Programmstart hinterlegen, aber nicht für die Seite „Neuer Tab". Diese Seite kann nur eine Erweiterung übernehmen — so hat Google es abgesichert, damit nichts unbemerkt den meistgeöffneten Tab besetzt.

Was ist der Unterschied zwischen Startseite und neuem Tab?

Die Startseite ist das Ziel des Haus-Symbols in der Symbolleiste, und „Beim Start" bestimmt, was beim Öffnen von Chrome erscheint. Der neue Tab ist die Seite, die bei Strg + T aufgeht. Alle drei lassen sich getrennt einstellen, und nur die dritte braucht für eine eigene Adresse eine Erweiterung.

Verlangsamt eine New-Tab-Erweiterung Chrome?

Spürbar nur, wenn die Seite bei jedem Öffnen viel aus dem Netz nachlädt. Erweiterungen, die ihre Inhalte zwischenspeichern und lokal zeichnen, öffnen praktisch so schnell wie die Chrome-eigene Seite. Im Zweifel hilft der Vergleich: Erweiterung kurz ausschalten, Tab öffnen, wieder einschalten.

Bleiben meine Verknüpfungen erhalten, wenn ich eine Erweiterung installiere?

Die Chrome-eigenen Verknüpfungen bleiben gespeichert, sind aber nicht mehr sichtbar, solange die Erweiterung den Tab besitzt. Schaltest du sie ab, sind sie unverändert wieder da. Deine Lesezeichen sind davon ohnehin nicht betroffen — sie liegen an einer anderen Stelle im Browser.

Gilt das alles auch für Edge, Brave und Opera?

Weitgehend ja, weil alle drei auf Chromium aufbauen — die Menüs heißen teils anders, der Ablauf ist derselbe, und Erweiterungen aus dem Chrome Web Store lassen sich installieren. In Firefox und Safari gelten eigene Wege; dort helfen die jeweiligen Add-on-Verzeichnisse der Browser.

Stand: Oktober 2026 · Die beschriebenen Menüpunkte beziehen sich auf Google Chrome am Desktop zum genannten Stand; Google ändert Beschriftungen und Anordnung gelegentlich. Chrome und Google sind Marken von Google LLC; NX1 steht in keiner Verbindung zu Google.